<?xml version="1.0" encoding="iso-8859-15"?><rss version="2.0"><channel><title>Malteserorden - Nachrichten 2010</title><description>Letzte Nachrichten des Malteserordens</description><link>http://www.orderofmalta.org/deutsch</link><language>de-DE</language><lastBuildDate>5 Mar 2010</lastBuildDate><item><title><![CDATA[ITALIEN: RECHTSANWÄLTE UND PSYCHOLOGEN HELFEN DEN „NEUEN ARMEN" IN ROM]]></title><description><![CDATA[<b>Rom</b><br />Es gibt Alte, die in Rentenangelegenheiten anwaltschaftliche Hilfe benötigen; Eltern von psychisch gestörten Kindern, die psychologischen Rat suchen; Arbeitslose, die Hilfe brauchen, um ihre Licht- und Gasrechnungen bezahlen zu können; junge Mütter, die Windeln und Kindernahrung für ihre Kinder benötigen: es sind Hunderte von Armen, zu 90% sind es  Italiener, die in Not sind und wenige Ausländer, denen jedes Jahr in den zehn Sozialzentren und vier Familienberatungsstellen geholfen wird. Das Großpriorat von Rom hat vor über 20 Jahren diese Anlaufstellen eingerichtet, in denen Mitglieder des Malteserordens und freiwillige Helfer in verschiedenen Pfarreien der Hauptstadt helfen.]]></description><full_text><![CDATA[<b>Es gibt Alte, die in Rentenangelegenheiten anwaltschaftliche Hilfe benötigen; Eltern von psychisch gestörten Kindern, die psychologischen Rat suchen; Arbeitslose, die Hilfe brauchen, um ihre Licht- und Gasrechnungen bezahlen zu können; junge Mütter, die Windeln und Kindernahrung für ihre Kinder benötigen: es sind Hunderte von Armen, zu 90% sind es  Italiener, die in Not sind und wenige Ausländer, denen jedes Jahr in den zehn Sozialzentren und vier Familienberatungsstellen geholfen wird. Das Großpriorat von Rom hat vor über 20 Jahren diese Anlaufstellen eingerichtet, in denen Mitglieder des Malteserordens und freiwillige Helfer in verschiedenen Pfarreien der Hauptstadt helfen.
<br>
<br>Die Verteilung von Medikamenten, Kleidung und nicht verderblichen Lebensmitteln wird ermöglicht durch Gaben von Einzelnen, Sponsoren oder Großmärkten, die Lebensmittel an die Zentren des Ordens abgeben. So waren es Sponsoren, die es u. a. ermöglichten, dass 2009 viele Tonnen an Lebensmittel in die Abruzzen geliefert werden konnten, und noch bis Juni 2010 geliefert werden , , wo sie in den Pfarreien der vom Erdbeben vom 6. April betroffenen Gemeinden verteilt werden.      
<br>
<br>In den letzten Jahren hat aber vor allem die sachkundige Beratung der Bedürftigen in bestimmten Stadtvierteln von Rom an Bedeutung gewonnen: es geht um Rechtsbeistand bei Wohnraumkündigung, Misshandlung in Familien, Begleitung von behinderten Alten bei Behördengängen oder bei psychiatrischer Betreuung, die sich entsprechenden Beistand nicht leisten können. Neben der Lösung zahlreicher bürokratischer Verfahren und auch strafrechtlicher Angelegenheiten haben die freiwilligen Helfer, darunter viele Ärzte, in den letzten Jahren auch eine Hausbetreuung für kranke Alte und Alleinstehende eingerichtet, die zu den am meisten Ausgegrenzten gehören, derer sich der Malteserorden vorrangig annimmt.  
<br>
<br>]]></full_text><photo><url><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/img/notizie/foto525_1.jpg]]></url></photo><link><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/notizia.asp?IDNotizia=525&idlingua=2]]></link><guid isPermaLink='true'><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/notizia.asp?IDNotizia=525&idlingua=2]]></guid><category domain='http://www.orderofmalta.org'>Nachrichten</category><pubDate>4 Mar 2010</pubDate></item><item><title><![CDATA[DER GROSSMEISTER IN KENIA MIT PRÄSIDENT KIBAKI: „GEMEINSAM FÜR DIE ZIELE DES MILLENIUMS"]]></title><description><![CDATA[<b>Nairobi</b><br />Im Mittelpunkt der Gespräche, die der Großmeister am Dienstag, 16. Februar, mit den wichtigsten Autoritäten des Landes geführt hat, standen die gemeinsamen Projekte, die der Malteserorden seit 2001 in Kenia auf den Weg gebracht hat. Fra' Matthew Festing hat zunächst Außenminister Moses Wetangula getroffen und ist anschließend im Harambee House vom Präsidenten der Republik, Mwai Kibaki, empfangen worden.

Präsident Kibaki hat die Bedeutung der Unterstützung hervorgehoben, die der Orden bei den Bemühungen der Regierung um die Schaffung einer gerechten Sozialgesellschaft leistet. Das Staatsoberhaupt hat sich auch bedankt für die Lieferungen von Medikamenten und Lebensmitteln an die von Dürre betroffenen Menschen im Nord-Osten des Landes.]]></description><full_text><![CDATA[<b>Im Mittelpunkt der Gespräche, die der Großmeister am Dienstag, 16. Februar, mit den wichtigsten Autoritäten des Landes geführt hat, standen die gemeinsamen Projekte, die der Malteserorden seit 2001 in Kenia auf den Weg gebracht hat. Fra' Matthew Festing hat zunächst Außenminister Moses Wetangula getroffen und ist anschließend im Harambee House vom Präsidenten der Republik, Mwai Kibaki, empfangen worden.
<br>
<br>Präsident Kibaki hat die Bedeutung der Unterstützung hervorgehoben, die der Orden bei den Bemühungen der Regierung um die Schaffung einer gerechten Sozialgesellschaft leistet. Das Staatsoberhaupt hat sich auch bedankt für die Lieferungen von Medikamenten und Lebensmitteln an die von Dürre betroffenen Menschen im Nord-Osten des Landes.
<br>
<br>In seiner Ansprache bei dem vom Außenminister gegebenen Essen hat der Großmeister erklärt, dass zu den ganz wesentlichen Grundsätzen der humanitären Aktivitäten des Malteserordens gehört, „stets mit den nationalen Gesundheitsbehörden und den lokalen Gemeinschaften zusammenzuarbeiten, um die größtmögliche Dauerhaftigkeit der Projekte zu garantieren". Er hat weiter versichert, dass es Ziel des Ordens in Kenia ist, „die Menschen in ihrem Gesundheitsverhalten zu unterweisen, insbesondere in der Vorsorge gegen Aids und Tuberkulose und in der Kinderheilkunde, um einerseits auf Seiten der Regierung die Kosten der Krankenversorgung zu reduzieren und um andererseits die Umsetzung der zugesagten Milleniumsziele zu gewährleisten. Es ist unsere feste Absicht,, so der Großmeister, in unserem Wirken fort zu fahren und, soweit möglich, unsere Aktivitäten in den nächsten Jahren auszuweiten". 
<br>
<br>Weiter führte der Großmeister aus, dass die Anwesenheit des Ordens in Kenia ihm auch die Möglichkeit eröffnet habe, seine humanitären Aktivitäten im Gebiet der Großen Seen zu entfalten und einen Repräsentanten des Ordens in die UNO-Vertretung in Nairobi zu entsenden.
<br>
<br>Der Großmeister hat auch den Gesundheitsminister, Beth Wambui, getroffen, mit dem er über die verschiedenen Kooperationsprogramme gesprochen hat, die der Orden über Malteser International in Kenia umsetzt.        
<br>
<br>
<br><strong>Der Großmeister mit Kindern aus den Elendsvierteln von Nairobi</strong>
<br>
<br>Beim privaten Teil seines Besuchs in Kenia ist der Großmeister des Malteserordens von Kindern begrüßt worden. Am Nachmittag des 15. Februar hatte Fra'  Matthew Festing eine Begegnung mit den kleinen Gästen des „Terry Hope Centre" , im Distrikt von Ngando. Dieses Heim wird von der Botschaft des Ordens in Nairobi unterhalten, die im vergangenen Jahr ein Ernährungs- und Gesundheitsprogramm für die Waisenkinder aus dem Elendsviertel von Githembe, Nando gestartet hat.
<br>
<br>Am Nachmittag des 17. Februar hat sich der Großmeister bei einer Begegnung mit dem Führungsteam des Hilfskorps des Ordens über die laufenden Arbeiten und die Projekte von Malteser International informiert. Vom Regionalbüro in Nairobi aus steuert Malteser International die Durchführung der medizinischen und humanitären Projekte in Kenia, Darfur, Süd-Sudan, Ost-Kongo und Uganda.
<br>
<br>In Kenia ist der Malteserorden mit Malteser International schon seit 2001 tätig. Das Hilfskorps ist in acht Elendsvierteln von Nairobi in der Prävention und Pflege von Tuberkulose und Aids engagiert. Über 600.000 Menschen leben in diesen Elendsvierteln unter hygienischen Zuständen und in einem Maße von sozialer und moralischer Verelendung, die ans Existenzlimit grenzt. Der Schwerpunkt des humanitären Programms liegt hier, neben Diagnose und Behandlung, bei der Ausbildung von Personal für die Gesundheitszentren, der Einrichtung von Laboren und der Aufklärung der Menschen in den Elendsvierteln.
<br>Malteser International ist bereits zweimal für dieses Antituberkuloseprogramm ausgezeichnet worden, das erst kürzlich auch auf die Gefängnisanstalt von Remand ausgeweitet wurde, die der Großmeister ebenso wie das medizinische Zentrum von Soweto Kayole am letzten Tag seines Aufenthalts in Kenia besucht hat. 
<br>   
<br>]]></full_text><photo><url><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/img/notizie/foto524_1.jpg]]></url></photo><photo><url><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/img/notizie/foto524_2.jpg]]></url></photo><photo><url><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/img/notizie/foto524_3.jpg]]></url></photo><photo><url><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/img/notizie/foto524_4.jpg]]></url></photo><link><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/notizia.asp?IDNotizia=524&idlingua=2]]></link><guid isPermaLink='true'><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/notizia.asp?IDNotizia=524&idlingua=2]]></guid><category domain='http://www.orderofmalta.org'>Nachrichten</category><pubDate>20 Feb 2010</pubDate></item><item><title><![CDATA[DER GROSSMEISTER IN BUKAVU, SCHAUPLATZ GEWALTSAMER AUSEINANDERSETZUNGEN]]></title><description><![CDATA[<b>Bukavu, Kongo</b><br />Die Reise des Großmeisters des Malteserordens, Fra' Matthew Festing, in die Demokratische Republik des Kongo führte ihn von Donnerstag bis Sonntag nach Bukavu, an die Grenze zu Ruanda. In den Stützpunkten, die Malteser International, das internationale Hilfskorps des Malteserordens, dort eingerichtet hat, informierte er sich über die hier seit 1996 entfalteten humanitären Aktivitäten. Der Großmeister wurde vom Gouverneur der Region empfangen und konnte mit Behördenvertretern über die Lebensbedingungen der Bevölkerung sprechen, die in den letzten Jahren wiederholt schrecklichen Gewaltausbrüchen ausgesetzt war.]]></description><full_text><![CDATA[<b>Die Reise des Großmeisters des Malteserordens, Fra' Matthew Festing, in die Demokratische Republik des Kongo führte ihn von Donnerstag bis Sonntag nach Bukavu, an die Grenze zu Ruanda. In den Stützpunkten, die Malteser International, das internationale Hilfskorps des Malteserordens, dort eingerichtet hat, informierte er sich über die hier seit 1996 entfalteten humanitären Aktivitäten. Der Großmeister wurde vom Gouverneur der Region empfangen und konnte mit Behördenvertretern über die Lebensbedingungen der Bevölkerung sprechen, die in den letzten Jahren wiederholt schrecklichen Gewaltausbrüchen ausgesetzt war.
<br>
<br>Außerordentlich war der Empfang durch die vielen Menschen, die den Großmeister auf allen Etappen seines Besuchs begrüßt haben: Gesänge, Tänze, Geschenke örtlicher Handwerkskunst und herzliche Dankesworte für alles, was der Orden hier geleistet hat, in einer äußerst instabilen Region, in der Frieden und Sicherheit noch jeden Tag auf dem Spiel stehen. Obgleich der fünf Jahre lang andauernde Krieg, mit über fünf Millionen Toten, 2003 offiziell für beendet erklärt worden ist, kommt es nach wie vor zu bewaffneten Auseinadersetzungen zwischen der regulären kongolesischen Armee und irregulären Milizeinheiten aus ehemaligen Soldaten und Stammeskriegern, die mordend und plündernd über das Land herfallen.
<br>
<br>Malteser International unterhält in der Region heute 350 medizinische Zentren und 30 Zentren zur Verteilung von Lebensmittel. Es arbeitet eng mit den Diözesen und mit zahlreichen anderen Organisationen zusammen, um der geschundenen Bevölkerung zu helfen. Dank des Einsatzes des internationalen Hilfskorps des Malteserordens haben heute über zweieinhalb Millionen Menschen in der Gegend von Süd-Kivu, Ituri und Eélé Zugang zu einer medizinischen Grundversorgung, insbesondere bei der Behandlung von Malariaerkrankungen. Im Mittelpunkt der Hilfsprogramme stehen Impfkampagnen, medizinischer und psychologischer Beistand für die Opfer sexueller Gewalt und die Behandlung von Tuberkulose und HIV/AIDS-Erkrankungen. Erheblich sind auch die Bemühungen um die Sicherung der Versorgung der Menschen mit Nahrungsmittel. Jahrelange Spannungen und kriegerische Auseinandersetzungen haben die landwirtschaftliche Produktion in der Region erheblich beeinträchtigt und die Menschen leiden häufig an Unterernährung. Besonders hervorzuheben, ist, was Malteser International weltweit einmalig hier beim Wiederaufbau von Straßen und Brücken leistet. Die Sicherung der Verkehrswege ist unerlässlich für die medizinische Versorgung der Bevölkerung in den abgelegenen Gegenden und macht es möglich, dass für diese Menschen auch Krankenhäuser, Märkten und die Stadt erreichbar werden.   
<br>
<br>In Begleitung vom Präsidenten von Malteser International, Nicolas de Cock de Rameyen, vom Vizepräsidenten Thierry de Beaumont-Beynac und vom Generalsekretär Ingo Radtke traf Fra' Matthew Festing die internationalen und einheimischen Leiter des Hilfsdienstes des Ordens. „Der gesamte Malteserorden dankt Ihnen für Ihre Arbeit und bewundert das, was Sie Tag für Tag hier leisten", sagte der Großmeister bei seinem Besuch am Sitz von Malteser International in Bukavu. „Wir sind stolz auf Sie und dafür will ich Ihnen aus tiefstem Herzen danken".
<br>
<br>Große soziale Bedeutung hat die Hilfe für Frauen und Mädchen, die Opfer von sexueller Gewalt geworden sind, ein Verbrechen, das die bewaffneten Banden systematisch anwenden. In einem Land, in dem ca. 5% der Bevölkerung an Aids erkrankt ist, bieten die Ambulanzstationen des Ordens innerhalb von 72 Stunden nach dem Gewaltakt eine Sofortprophylaxe, Tests und Beratung für Schwangere sowie Aufklärungsveranstaltungen. Bis heute konnten über 35.000 Frauen beraten werden. Man schätzt aber, dass lediglich 10% dieser Verbrechen zur Anzeige kommen. Dank der „Advocacy, Initiative" von Malteser International ist im vergangenen Jahr ein nationales Gesetz angenommen worden, das Vergewaltigung als Delikt definiert.
<br>
<br>Ein Teil dieser Projekte stand im Mittelpunkt des Besuches, zu dem Fra' Matthew Festing am Freitag nach Kaniola, Nzibira kam, wo inzwischen die wichtigsten lokalen Infrastrukturen und medizinischen und humanitären Einrichtungen wiederhergestellt sind. Am Samstag hat er den wieder aufgebauten Teil des Zentralkrankenhauses auf der Insel Idjwj eingeweiht, der größten Binnenseeinsel der Welt mit einer Bevölkerung von über 200.000 Menschen, die nur schwer medizinisch versorgt werden können. Der Wiederaufbau ist von der belgischen Assoziation des Malteserordens mit Unterstützung der belgischen Regierung geleistet worden.
<br>Am Sonntag kam es zu einer Begegnung mit den örtlichen Bischöfen bevor der Großmeister nach Nairobi weiterreiste, wo er von den kenianischen Würdenträgern zur dritten Station seiner Afrikareise erwartet wurde.    
<br>   
<br>]]></full_text><photo><url><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/img/notizie/foto523_1.jpg]]></url></photo><photo><url><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/img/notizie/foto523_6.jpg]]></url></photo><photo><url><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/img/notizie/foto523_2.jpg]]></url></photo><photo><url><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/img/notizie/foto523_3.jpg]]></url></photo><photo><url><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/img/notizie/foto523_4.jpg]]></url></photo><photo><url><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/img/notizie/foto523_5.jpg]]></url></photo><link><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/notizia.asp?IDNotizia=523&idlingua=2]]></link><guid isPermaLink='true'><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/notizia.asp?IDNotizia=523&idlingua=2]]></guid><category domain='http://www.orderofmalta.org'>Nachrichten</category><pubDate>15 Feb 2010</pubDate></item><item><title><![CDATA[DER GROSSMEISTER IN DER DEMOKRATISCHEN REPUBLIK DES KONGO]]></title><description><![CDATA[<b>Kinshasa</b><br />Der Großmeister des Malteserordens, Fra' Matthew Festing, ist am Montag, dem 8. Februar, in Kinshasa, in der Demokratischen Republik des Kongo, zu einem offiziellen Besuch eingetroffen, wo er Vertreter der Regierung treffen und die zahlreichen medizinischen und sozialen Projekte besuchen wird, die der Malteserorden dort unterhält. Am Flughafen von Kinshasa ist er vom Außenminister Tambwe Mwamba begrüßt worden. Es ist der erste Besuch eines Großmeisters in dem afrikanischen Land, mit dem der Orden seit 1984 diplomatische Beziehungen unterhält.]]></description><full_text><![CDATA[<b>Der Großmeister des Malteserordens, Fra' Matthew Festing, ist am Montag, dem 8. Februar, in Kinshasa, in der Demokratischen Republik des Kongo, zu einem offiziellen Besuch eingetroffen, wo er Vertreter der Regierung treffen und die zahlreichen medizinischen und sozialen Projekte besuchen wird, die der Malteserorden dort unterhält. Am Flughafen von Kinshasa ist er vom Außenminister Tambwe Mwamba begrüßt worden. Es ist der erste Besuch eines Großmeisters in dem afrikanischen Land, mit dem der Orden seit 1984 diplomatische Beziehungen unterhält.
<br>
<br>„Ich wollte diese Reise nach Afrika unternehmen, sagte der Großmeister, um die Bedeutung zu unterstreichen, die dieser Kontinent für den Orden hat, wo wir in 35 Ländern in vielfacher Weise im medizinischen und humanitären Bereich tätig sind. Mein Besuch soll zeigen, so der Großmeister weiter, wie wichtig für den Orden seine Aktivitäten in der Demokratischen Republik des Kongo sind, wo der Schwerpunkt unserer medizinischen und humanitären Bemühungen liegt".
<br>
<br>Am Tag nach seiner Ankunft ist der Großmeister, in Begleitung vom Großhospitalier Albrecht Boeselager, vom Premierminister Adolphe Muzito empfangen worden. Der Großmeister bekräftigte den Willen des Ordens, die Regierung bei ihren Bemühungen im Gesundheitsbereich mit Projekten, Helfern, Ausrüstung und Geldmitteln zu unterstützen. Anschließend hatte der Großmeister Gelegenheit zu Gesprächen mit dem Präsidenten des Senats, Léon Kengo wa Dondo, und dem Parlamentspräsidenten Evariste Boshab. Im Verlaufe dieser Begegnungen wurde wiederholt hervorgehoben, wie wichtig dieser Besuch gerade in dem Jahr ist, in dem das Land den 50. Jahrestag seiner Unabhängigkeit von Belgien begeht. „Der Bedarf in unserem Land ist enorm, sagte der Präsident des Senats, und es ist unbedingt notwendig, dass der Malteserorden fortfährt in seinem humanitären Bemühen, um den Menschen zu helfen, die sich in sehr schwierigen Lage befinden „.
<br>
<br>Bei den in herzlicher Atmosphäre geführten Gesprächen hat der Großmeister die wichtigsten Aktivitäten angesprochen, die der Orden seit 1984 im Land entfaltet hat, zunächst im Norden und dann im Osten des Landes, mit Ärzten und Fachkräften, um der vom Krieg geschundenen Bevölkerung und den in den letzten Jahren  entsetzlichen Grausamkeiten ausgesetzten Frauen und Kindern zu helfen.
<br>
<br>Am Tag, an dem der Welttag der Kranken begangen wurde, hat der Großmeister das  erst kürzlich von der belgischen Assoziation des Ordens renovierte Krankenhaus „Roi Baudouin" besucht sowie das angeschlossene Waisenhaus der Missionsschwestern des Ordens der Mutter Theresa von Kalkutta. Anschließend wurde er vom Erzbischof von Kinshasa, Mons. Laurant Monsengwo Pansinya, empfangen. Bei der Begegnung mit den Vertretern der kongolesischen Bischofskonferenz 
<br>wurde der Botschafter des Malteserordens in Kinshasa, Jeoffroy de Liedekerke, mit ehrenden Worten für die bedeutsame Unterstützung bedacht, mit der die Botschaft seit Jahren die humanitären und medizinischen Aktivitäten der verschiedenen katholischen Einrichtungen im Land unterstützt.
<br>
<br>Während seines Aufenthalts in Kinshasa hatte der Großmeister und seine Delegation Gelegenheit zu Gesprächen und Gedankenaustausch mit zahlreichen Botschaftern. So hat er auch Leila Zerrougui getroffen, die verantwortliche Leiterin von MONUC, der UNO-Mission in der Demokratischen Republik des Kongo.
<br>
<br>Im Anschluß an den Besuch in Kinshasa reiste Fra' Matthew Festing nach Bukavu, im äußersten Osten des Landes. Hier besuchte er zahlreiche Projekte, die der Malteserorden zusammen mit Malteser International in der Region von Kivu entwickelt hat.
<br>
<br>]]></full_text><photo><url><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/img/notizie/foto522_1.jpg]]></url></photo><photo><url><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/img/notizie/foto522_2.jpg]]></url></photo><photo><url><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/img/notizie/foto522_3.jpg]]></url></photo><photo><url><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/img/notizie/foto522_4.jpg]]></url></photo><photo><url><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/img/notizie/foto522_5.jpg]]></url></photo><link><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/notizia.asp?IDNotizia=522&idlingua=2]]></link><guid isPermaLink='true'><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/notizia.asp?IDNotizia=522&idlingua=2]]></guid><category domain='http://www.orderofmalta.org'>Nachrichten</category><pubDate>13 Feb 2010</pubDate></item><item><title><![CDATA[HAITI: WASSER, SANITÄRE EINRICHTUNGEN UND HYGIENE VORRANGIG]]></title><description><![CDATA[<b>Port-au-Prince</b><br />Seit heute liegt die Leitung des Erste-Hilfe-Postens von Leogane, 30 Km von der Hauptstadt Port-au-Prince entfernt, bei Malteser International, dem internationalen Hilfskorps des Malteserordens. Das Team, bestehend aus Ärzten, Krankenpflegern, einer Hebamme und einer ärztlichen Hilfskraft, leistet ärztliche Hilfe sowohl im Auffanglager wie auch in der weiteren Umgebung. Bald wird auch die dringend notwendige Impfaktion anlaufen. Die Weltgesundheitsorganisation hat von Fällen von Tetanus- und Masernerkrankungen berichtet, die bisher allerdings noch unbestätigt geblieben sind.]]></description><full_text><![CDATA[<b>Seit heute liegt die Leitung des Erste-Hilfe-Postens von Leogane, 30 Km von der Hauptstadt Port-au-Prince entfernt, bei Malteser International, dem internationalen Hilfskorps des Malteserordens. Das Team, bestehend aus Ärzten, Krankenpflegern, einer Hebamme und einer ärztlichen Hilfskraft, leistet ärztliche Hilfe sowohl im Auffanglager wie auch in der weiteren Umgebung. Bald wird auch die dringend notwendige Impfaktion anlaufen. Die Weltgesundheitsorganisation hat von Fällen von Tetanus- und Masernerkrankungen berichtet, die bisher allerdings noch unbestätigt geblieben sind.
<br>
<br>„Die Versorgungsbedingungen im Lager sind äußerst angespannt. Die Kranken müssen auf dem nackten Boden liegen", berichtet Beate Maass, die Koordinatorin für die humanitären Einsätze von Malteser International. „Wir haben ein Mobilitätsproblem und die hygienischen Zustände sind unbefriedigend. Bei einer Geburt heute Vormittag ist es zu Komplikationen gekommen und wir mussten die Patientin mit einem Mietwagen in das nächste Krankenhaus bringen. Zum Glück ist alles gut gegangen und das Kind ist im Krankenhaus mit Kaiserschnitt zur Welt gekommen".
<br>
<br>Inzwischen baut Malteser International in Leogane zwei Wasseraufbereitungsanlagen auf, von denen jede täglich Trinkwasser für 8000 Menschen aufbereiten kann. Für die nächsten Tage ist eine Aufklärungskampagne über Hygiene- und Gesundheitsvorsorge angekündigt.       
<br>
<br>]]></full_text><photo><url><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/img/notizie/foto520_1.jpg]]></url></photo><link><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/notizia.asp?IDNotizia=520&idlingua=2]]></link><guid isPermaLink='true'><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/notizia.asp?IDNotizia=520&idlingua=2]]></guid><category domain='http://www.orderofmalta.org'>Nachrichten</category><pubDate>29 Jan 2010</pubDate></item><item><title><![CDATA[HAITI: DER ZUSTROM DER VERLETZTEN IN DAS KRANKENHAUS „SACRÉ COEUR" HÄLT AN]]></title><description><![CDATA[<b>Port-au-Prince</b><br />Ohne Unterbrechung geht die Arbeit am Ordenskrankenhaus „Sacré Coeur" in Milot, im Norden von Haiti, weiter. Seit dem 12. Januar werden die Verletzten mit Hubschraubern und über kaum passierbare Straßen aus der Region von Port-au-Prince hier her gebracht. Von französischen Kollegen unterstützt, haben die Ärzte unzählige Überlebende des verheerenden Erdbebens versorgt, das den Süden von Haiti getroffen hat. Derzeit sind dort etwa 70 Ärzte und Krankenpfleger aus den Vereinigten Staaten von Amerika tätig. Sie versorgen mindestens 100 Patienten in einem Haus, das normalerweise gerade mal über 73 Betten verfügt.]]></description><full_text><![CDATA[<b>Ohne Unterbrechung geht die Arbeit am Ordenskrankenhaus „Sacré Coeur" in Milot, im Norden von Haiti, weiter. Seit dem 12. Januar werden die Verletzten mit Hubschraubern und über kaum passierbare Straßen aus der Region von Port-au-Prince hier her gebracht. Von französischen Kollegen unterstützt, haben die Ärzte unzählige Überlebende des verheerenden Erdbebens versorgt, das den Süden von Haiti getroffen hat. Derzeit sind dort etwa 70 Ärzte und Krankenpfleger aus den Vereinigten Staaten von Amerika tätig. Sie versorgen mindestens 100 Patienten in einem Haus, das normalerweise gerade mal über 73 Betten verfügt.
<br>
<br>„Abgesandte der Marine der Vereinigten Staaten haben heute das Krankenhaus besucht, um die Versorgungsmöglichkeiten zu prüfen und die Koordination der eingesetzten Hilfskräfte zu verbessern", bestätigt die Krankenhausleitung in einem Kommuniqué. Das Krankenhaus ist, angesichts der Anforderungen, im Moment eines der am besten ausgestatteten Einrichtungen, sowohl was die freiwilligen Fachkräfte wie auch die starke Unterstützung durch die örtlichen Behörden betrifft. Es ist auch eine der wenigen Krankenhauseinrichtungen, die unbeschädigt geblieben sind und die auch über Möglichkeiten der Weiterversorgung und Rehabilitation der Patienten verfügt.
<br>
<br>Annähernd 50 Kranke sind in diesen Tagen in der Missionsstation „Vision of Hope" untergebracht worden, ungefähr drei Meilen vom Krankenhaus entfernt. Sie werden dort so lange bleiben bis sie wieder in die Hauptstadt zurückkehren können. Für das Krankenhaus „Sacré Coeur" eröffnet sich dadurch die Möglichkeit, weitere schwer Verletzte aufzunehmen, vor allem solche, die chirurgisch versorgt werden müssen.
<br>
<br>Die Ärzte aus den Vereinigten Staaten, die nach Haiti gekommen sind, um im Krankenhaus zu arbeiten, berichten von einem 11-tägigen aufreibenden physischen und psychischen Einsatz. Auch die gegenüber dem Krankenhaus befindliche Schule, die jetzt in „Hotel Milot" unbenannt worden ist, ist vorübergehend zur Unterbringung der Patienten genutzt worden. Hier wurden Warte- und Untersuchungsräume zur Abklärung der medizinisch erforderlichen Maßnahmen eingerichtet. „Wir sind sehr müde und emotional erschöpft", hat Dr. Steve Fletcher gesagt.
<br>
<br>Das Krankenhaus „Sacré Coeur" ist das größte private Krankenhaus im Norden von Haiti. Es befindet sich in Milot, verfügt über 73 Betten und ist seit 23 Jahren ununterbrochen in Betrieb.       
<br>
<br>]]></full_text><photo><url><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/img/notizie/foto521_1.jpg]]></url></photo><link><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/notizia.asp?IDNotizia=521&idlingua=2]]></link><guid isPermaLink='true'><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/notizia.asp?IDNotizia=521&idlingua=2]]></guid><category domain='http://www.orderofmalta.org'>Nachrichten</category><pubDate>26 Jan 2010</pubDate></item><item><title><![CDATA[DIE ÄRZTE VON MALTESER INTERNATIONAL IN HAITI: „WENIG HOFFNUNG FÜR DIE SCHWER VERLETZTEN KINDER"]]></title><description><![CDATA[<b>Port-au-Prince</b><br /><b>Verteilung von Lebensmittel und Medikamenten in fünf Lagern in der Umgebung von Port-au-Prince.</b>
<br>
„Gestern haben wir mit Erfolg ein zehnjähriges Mädchen operiert, das nicht sehr schwer verletzt war. Aber für Kinder mit schwereren Verletzungen bestehen wenig Hoffnungen". Das berichtet einer der drei Ärzte von Malteser International, Dr. Klaus Runggaldier, der am vergangenen Sonntag in der haitianischen Hauptstadt eingetroffen ist. Hier hat sich nach dem Erdbeben, das eine schwere humanitäre Krise in einem Land ausgelöst hat, in dem bereits vor dem Beben 80% der Bevölkerung mit einem Dollar am Tag ums Überleben gekämpft hat, das Hilfskorps des Malteserordens mit den internationalen Hilfsmannschaften zusammengetan. ]]></description><full_text><![CDATA[<b><b>Verteilung von Lebensmittel und Medikamenten in fünf Lagern in der Umgebung von Port-au-Prince.</b>
<br>
<br>„Gestern haben wir mit Erfolg ein zehnjähriges Mädchen operiert, das nicht sehr schwer verletzt war. Aber für Kinder mit schwereren Verletzungen bestehen wenig Hoffnungen". Das berichtet einer der drei Ärzte von Malteser International, Dr. Klaus Runggaldier, der am vergangenen Sonntag in der haitianischen Hauptstadt eingetroffen ist. Hier hat sich nach dem Erdbeben, das eine schwere humanitäre Krise in einem Land ausgelöst hat, in dem bereits vor dem Beben 80% der Bevölkerung mit einem Dollar am Tag ums Überleben gekämpft hat, das Hilfskorps des Malteserordens mit den internationalen Hilfsmannschaften zusammengetan. 
<br>
<br>Seit Sonntag arbeiten die drei Ärzte von Malteser International ohne Unterbrechung im Krankenhaus „Hl. Franz von Sales", das im Zentrum von Port-au-Prince liegt. Nach Runggaldier ist die Lage nach wie vor extrem schwierig, aber es wird alles unternommen, um die medizinische Situation zu verbessern. Dank der guten Beziehungen der haitianischen Ärzte von Malteser International, verfügt das Team jetzt über einen Jeep und örtliche Kommunikationsmittel. 
<br>
<br>Mit Hilfe der Partnerorganisation COTEDO der Dominikanischen Republik hat Malteser International jetzt mit der Verteilung von Lebensmittel und Medikamenten in fünf Auffanglager und Notfallstationen in der Umgebung von Port-au-Prince begonnen. So können mehrere tausend Überlebende des Bebens mit ersten Lebensmitteln und Medikamenten versorgt werden: COTEDO wird außerdem auch ein aus 25 Personen bestehendes Ärzteteam in die Region entsenden.
<br>
<br>Das Ordenskrankenhaus „Sacré Coeur" im Norden des Landes hat inzwischen seine Aufnahmekapazität erreicht: die schwerer Verletzten werden mit Hubschraubern zum Krankenhaus geflogen. Die Ärzte des Malteserordens mussten inzwischen bestätigen,  worüber in den vergangenen Tagen internationale Helfer berichteten: mangels ausreichender medizinischer Ausrüstung sehen die Chirurgen in den meisten Fällen keine andere Möglichkeit, als Arme und Beine zu amputieren, auch wenn es sich nur um Frakturen handelt.
<br>
<br>In der Zentrale in Köln ist Malteser International jetzt dabei, einige Mitarbeiter aus dem Team in Haiti abzulösen. Von den Ordensassoziationen der Vereinigten Staaten werden Chirurgen und Anästhesisten haitianischer Herkunft sowie voraussichtlich Allgemeinmediziner und Gynäkologen entsandt werden. Sie sollen in den nächsten Tagen in Port-au-Prince eintreffen.  
<br>
<br>]]></full_text><photo><url><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/img/notizie/foto519_1.jpg]]></url></photo><link><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/notizia.asp?IDNotizia=519&idlingua=2]]></link><guid isPermaLink='true'><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/notizia.asp?IDNotizia=519&idlingua=2]]></guid><category domain='http://www.orderofmalta.org'>Nachrichten</category><pubDate>18 Jan 2010</pubDate></item><item><title><![CDATA[HILFE DES MALTESER ORDENS FÜR HAITI UNTERWEGS]]></title><description><![CDATA[<b>Köln</b><br /><b>Acht Nothilfeexperten von Malteser International leiten erste Hilfsmaßnahmen ein.</b>
<br><br>
Das Team des internationalen Hilfskorps des Malteserordens ist heute um 18.00 Uhr von Düsseldorf abgeflogen. Das Team besteht aus einem Arzt und einem Logistikexperten von Ordre de Malte France, zwei aus Haiti stammenden Ärzten sowie zwei weiteren Ärzten und einem Fachmann für Gesundheitswesen des deutschen Ordens. Leiter der Mission ist der Koordinator für die Nothilfeeinsätze von Malteser International, Georg Nothelle.
<br>
Für die Überlebenden des verheerenden Bebens, das eines der ärmsten Länder der westlichen Hemisphäre weitgehend zerstört hat, „werden sofort Medikamente, Lebensmittel und Trinkwasser benötigt und das auch in nächster Zeit, um den Obdachlosen und Verletzten helfen zu können". So lautet ein Appell des internationalen Hilfskorps des Malteserordens.]]></description><full_text><![CDATA[<b><b>Acht Nothilfeexperten von Malteser International leiten erste Hilfsmaßnahmen ein.</b>
<br>
<br>Das Team des internationalen Hilfskorps des Malteserordens ist heute um 18.00 Uhr von Düsseldorf abgeflogen. Das Team besteht aus einem Arzt und einem Logistikexperten von Ordre de Malte France, zwei aus Haiti stammenden Ärzten sowie zwei weiteren Ärzten und einem Fachmann für Gesundheitswesen des deutschen Ordens. Leiter der Mission ist der Koordinator für die Nothilfeeinsätze von Malteser International, Georg Nothelle.
<br>
<br>Für die Überlebenden des verheerenden Bebens, das eines der ärmsten Länder der westlichen Hemisphäre weitgehend zerstört hat, „werden sofort Medikamente, Lebensmittel und Trinkwasser benötigt und das auch in nächster Zeit, um den Obdachlosen und Verletzten helfen zu können". So lautet ein Appell des internationalen Hilfskorps des Malteserordens.
<br>
<br>Da der Flughafen von Port-au-Prince nicht angeflogen werden kann, wird das Hilfsteam in Santo Domingo landen müssen. Von dort aus wird man auf dem Landweg versuchen, die haitische Hauptstadt zu erreichen. Die Logistik für die Mission übernimmt der Botschafter des Malteserordens in Haiti, Hans Rothe, der von Santo Domingo aus operiert.
<br>
<br>Der Auftrag des Teams wird sein, erste Nothilfe zu leisten, den Nothilfebedarf festzustellen und Informationen zu übermitteln. 
<br>
<br>Nach ersten bruchstückhaften Nachrichten soll das Krankenhaus „Sacré Coeur", das der Malteserorden in Milot unterhält, 30 Km im Norden der Hauptstadt Port-au-Prince gelegen,     nur geringfügig beschädigt worden und voll funktionsfähig sein.
<br>
<br>Drei Notfallexperten der drei  nordamerikanischen Assoziationen des Ordens, ein Spezialist für die Aufbereitung von Trinkwasser der französischen Assoziation und ein weiteres Ärzteteam für Soforteinsätze von Malteser International sind in Bereitschaft, um den Kollegen vor Ort beizustehen. Das internationale Hilfskorps des Malteserordens wird weiteres Personal entsenden, sobald man genaue Kenntnisse vom Bedarf hat.
<br>
<br>Verbunden mit dem Dank für Tausende von Dollar an Spenden, die von den Assoziationen aus Nord- und Mittelamerika sowie aus Europa eintreffen, bittet Malteser International  darum, die von einer so schweren Katastrophe betroffene Bevölkerung auch weiterhin wirtschaftlich zu unterstützen. Medikamente, Lebensmittel und Trinkwasser werden nicht nur momentan vorrangig benötigt, sondern auch in nächster Zukunft, um den Obdachlosen und Verletzten weiter helfen zu können. 
<br>
<br><b>Malteser International dankt all jenen, die dem Volk von Haiti in seiner wirtschaftlichen Not helfen wollen.
<br>
<br>Konto Nr. 2020122
<br>Pax-Bank Köln, von-Werth-Str. 25-27, D-50670 Köln, Deutschland
<br>Sort Code 370 60 193
<br>IBAN DE93 3706 0193 0002 0201 22
<br>BIC GENODED1PAX
<br>Kennwort: „Erdbebenhilfe Haiti"   
<br>
<br>Online spenden:
<br><a href="http://www.malteser-spenden.de/spenden.html" target="_blank">http://www.malteser-spenden.de/spenden.html</a></b>
<br>
<br>]]></full_text><photo><url><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/img/notizie/foto518_1.jpg]]></url></photo><link><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/notizia.asp?IDNotizia=518&idlingua=2]]></link><guid isPermaLink='true'><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/notizia.asp?IDNotizia=518&idlingua=2]]></guid><category domain='http://www.orderofmalta.org'>Nachrichten</category><pubDate>14 Jan 2010</pubDate></item><item><title><![CDATA[ERDBEBEN IN HAITI: ÄRZTE VON MALTESER INTERNATIONAL ZUR NOTHILFE UNTERWEGS]]></title><description><![CDATA[<b>Port-au-Prince</b><br />Unmittelbar nach dem verheerenden Erdbeben, das am 12. Januar Haiti erschüttert hat, mit Hunderttausenden von Toten und Verletzten und dem Einsturz zahlreicher Gebäude in der Hauptstadt Port au Prince, hat das internationale Hilfskorps des Malteserordens erste Hilfsmaßnahmen eingeleitet. Ein Team von Ärzten und Nothilfeexperten aus Frankreich und Deutschland ist unterwegs, um die bereits vor Ort operierenden Hilfsteams der Malteser zu unterstützen. ]]></description><full_text><![CDATA[<b>Unmittelbar nach dem verheerenden Erdbeben, das am 12. Januar Haiti erschüttert hat, mit Hunderttausenden von Toten und Verletzten und dem Einsturz zahlreicher Gebäude in der Hauptstadt Port au Prince, hat das internationale Hilfskorps des Malteserordens erste Hilfsmaßnahmen eingeleitet. Ein Team von Ärzten und Nothilfeexperten aus Frankreich und Deutschland ist unterwegs, um die bereits vor Ort operierenden Hilfsteams der Malteser zu unterstützen. 
<br>„Unsere Kollegen in Haiti, so der Generalsekretär von Malteser International, Ingo Radtke,  wissen, dass im Moment die ärztliche Grundversorgung und die Versorgung mit Trinkwasser das Wichtigste ist".
<br>
<br>„Durch die Bodenerosion, fehlt es der Stadt an einer soliden Infrastruktur. Die Wohnhütten auf den Hügeln ringsum sind durch Erdrutsche weggerissen worden", berichtet Eduard Aimé, ein Augenzeuge, dem Hilfsdienst in Haiti. Er bestätigt auch, dass der Regierungspalast, die Ministerien und die Kathedrale eingestürzt sind.
<br>
<br>Der Malteserorden unterhält im Norden von Haiti, eines der ärmsten Länder des amerikanischen Kontinents, das Krankenhaus „Sacré Coeur in Mitlo", das über 73 Betten  mit einer Kinderabteilung und einer Abteilung für Gynäkologie verfügt. Das Krankenhaus hat eine Aufnahmekapazität von jährlich 4.000 Patienten und 60.000 ambulanten Behandlungen.
<br>Der Orden kümmert sich außerdem um Waisenkinder, betreibt ein Impfprogramm und unterhält mobile Ambulanzstationen für 225.000 Menschen, die in abgelegenen Bergregionen leben.
<br>
<br>]]></full_text><link><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/notizia.asp?IDNotizia=517&idlingua=2]]></link><guid isPermaLink='true'><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/notizia.asp?IDNotizia=517&idlingua=2]]></guid><category domain='http://www.orderofmalta.org'>Nachrichten</category><pubDate>13 Jan 2010</pubDate></item><item><title><![CDATA[DIE ANSPRACHE DES GROSSMEISTERS AN DAS DIPLOMATISCHE KORPS]]></title><description><![CDATA[<b>Rom</b><br />Der Großmeister des Malteserordens, Fra' Matthew Festing, hat die Botschafter der 104 beim Orden akkreditierten Länder zum traditionellen Neujahrsempfang empfangen. Der Empfang hat in der Magistralvilla des Ordens in Rom stattgefunden.
<br><br>
<b>Es folgt die ungekürzte Ansprache des Großmeisters.</b>]]></description><full_text><![CDATA[<b>Der Großmeister des Malteserordens, Fra' Matthew Festing, hat die Botschafter der 104 beim Orden akkreditierten Länder zum traditionellen Neujahrsempfang empfangen. Der Empfang hat in der Magistralvilla des Ordens in Rom stattgefunden.
<br>
<br><b>Es folgt die ungekürzte Ansprache des Großmeisters.</b>
<br>
<br>
<br>
<br>
<br>Herr Doyen, Exzellenzen, meine Damen, meine Herren,
<br>
<br>ich freue mich ganz besonders, heute, anlässlich des traditionellen Glückwunschaustauschs zum Jahresbeginn, die Mitglieder des beim Souveränen Malteserorden akkreditierten Diplomatischen Korps empfangen zu können. Lassen Sie mich ein tief empfundenes Wort des Dankes sagen für die liebenswürdigen Worte, die der Botschafter von Honduras, S. Exzellenz Valladares Lanza, als Doyen namens des diplomatischen Korps an mich gerichtet hat. Besonders begrüßen möchte ich auch die Botschafter, die zum ersten Mal an diesem Empfang teilnehmen.
<br>
<br>Zu Beginn dieses Neuen Jahres, in dem die Welt vor Situationen steht, die von großem Leid geprägt sind, bekennt sich der Malteserorden zu seinem Jahrhunderte währenden Engagement zugunsten derjenigen, die leiden oder ausgegrenzt sind, gemäß den Worten Seiner Heiligkeit Papst Benedikt XVI. in der bewundernswerten Enzyklika Caritas in Veritate, mit der alle Menschen guten Willens aufgefordert sind, einen umfassenden Humanismus zu entwickeln, der auf  Achtung vor dem Leben beruht, und den bedrängten Menschen beizustehen, insbesondere den Ärmsten und Einsamen, durch wahrhafte und gläubige Nächstenliebe.   
<br>Für den Orden war das Jahr 2009 durch ein besonderes Ereignis geprägt: Die Ernennung von Erzbischof Paolo Sardi, Vize-Kämmerer der Heiligen Römischen Kirche, zum Pro-Patron des Ordens durch Seine Heiligkeit Papst Benedikt XVI. Er folgt unserem verehrten Kardinal Pio Laghi, dessen Heimgang zu Gott wir heute Nachmittag anlässlich des ersten Jahrestages gedenken werden
<br>Ich möchte unsere Ergebenheit dem Heiligen Vater gegenüber erneuern, der mit der Macht seines Wortes, seines Beispiels und seines hohen Amtes fort fährt, unsere Zeit, die so voller Herausforderungen ist, zu erleuchten.
<br>
<br>Besonders wichtig war das Jahr 2009  für die humanitäre Diplomatie. Ich habe zusammen mit der Ordensregierung die Ehre gehabt, an eben diesem Ort ihre Exzellenzen, die Präsidenten von Weißrussland, Polen, Bulgarien, der Tschechischen Republik, der Republik von Malta und den Fürsten von Monaco zu empfangen.
<br>
<br>Ich habe ferner die Ehre gehabt, die Senatspräsidenten von Kanada und Italien, den kroatischen Parlamentspräsidenten, den stellvertretenden Präsidenten des ungarischen Parlaments, den stellvertretenden Premierminister der slowakischen Republik sowie die Außenminister der Republik von El Salvador, Weißrussland, der tschechischen Republik und Georgien zu begegnen. 
<br>Erst vor kurzem ist eine Delegation des Großmagisterium des Ordens von Seiner Exzellenz dem Präsidenten der Republik von Gabun empfangen worden.
<br>
<br>Im Februar bin ich zu einem offiziellen Besuch nach Ungarn gereist, wo der Hilfsdienst des Ordens, seit seiner Gründung im Jahr 1989, mit 900 hauptamtlichen und 12.000 freiwilligen Helfern zur größten sozialen Einrichtung im Land herangewachsen ist, mit 6 Krankenhäuser und medizinischen Zentren in neun Städten.
<br>
<br>Ich bin zur Europäischen Kommission nach Brüssel gereist, wo ich vielversprechende  Unterredungen mit dem Präsidenten der Europäischen Kommission, dem Präsidenten des Europäischen Parlaments, dem Hohen Vertreter der Europäischen Union für auswärtige Politik und gemeinsame Sicherheit und dem Generalsekretär der NATO führen konnte.
<br>
<br>Ich beglückwünsche den Präsidenten der Europäischen Kommission zu seiner glänzenden Wiederwahl und entbiete meine besten Wünsche dem Ratspräsidenten der Europäischen Union und dem Hohen Vertreter der Union für die auswärtigen Angelegenheiten und die Sicherheitspolitik, die ihre Ämter angetreten haben.
<br>
<br>Im vergangenen Juni habe ich, auf Einladung des ungarischen Präsidenten, die Ehre gehabt, zusammen mit den Staatsoberhäuptern von Deutschland, Österreich, Finnland, Slowenien, Schweiz und Albanien an den Feierlichkeiten anlässlich des zwanzigsten Jahrestages des Falls des Eisernen Vorhangs teilzunehmen.
<br>
<br>Im Oktober, nach einem Besuch bei den Mitglieder unserer großen Assoziationen in Deutschland und in den Vereinigten Staaten, war ich zu einem offiziellen Besuch im Libanon, wo der Orden seit 1953 ohne Unterbrechung mit 12 Sozialstationen und zahlreichen Ambulanzstationen vertreten ist. Zwischen der libanesischen Republik und dem Souveränen Orden ist ein Kooperationsabkommen unterzeichnet worden. Ich werde noch auf diesen Besuch und seine Bedeutung zurückkommen.
<br>
<br>Ich möchte jetzt an einige der wichtigsten humanitären Einsätze des Ordens im Jahr 2009 erinnern. Lassen Sie uns zunächst auf den großen asiatischen Kontinent blicken. In Indonesien hat der Malteserorden mit seiner Organisation, Malteser International, Soforthilfe nach dem Erdbeben geleistet, das im vergangenen September die Insel Sumatra erschüttert hat, und auf den Philippinen und in Vietnam nach den Wirbelstürmen Ketsana und Parma. Unmittelbar nach dieser beeindruckenden Folge von Naturkatastrophen hat das internationale Hilfskorps des Malteserordens damit begonnen, Unterkünfte zu errichten und in den abgelegenen ländlichen Regionen Hilfsgüter zu verteilen. Tausenden von Familien konnte so geholfen und für die Menschen in den  schwer zugänglichen Gebieten konnte die medizinische Versorgung gesichert werden. Auf Ersuchen der indonesischen Regierung sind wir auch weiterhin bis an die Grenzen unserer Möglichkeiten am Wiederaufbau beteiligt.
<br>
<br>Auch in Pakistan, wo anderthalb Millionen Menschen auf der Flucht vor den kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen der regulären Armee und den Taliban sind, hat der Orden geholfen.
<br>
<br>Im Norden von Sri Lanka hat der Orden den durch den Bürgerkrieg Vertriebenen geholfen, die in „Durchgangslagern" Zuflucht gefunden haben. Mehrfach haben wir uns hier an die zuständigen Regierungsstellen gewandt, damit unseren Helfern der Zugang zu den Lagern gestattet werde, wo den Flüchtlingen der elementarste medizinische Beistand verweigert wurde.
<br>
<br>Der Malteserorden ist sich der Tatsache bewusst, dass zwischen dem Umweltschutz und dem Frieden in der Welt eine enge Verbindung besteht. In diesem Kontext sind die medizinischen und sozialen Programme zu sehen, an denen der Malteserorden in Kambodscha, Indien, Indonesien, Myanmar, Pakistan und Sri Lanka arbeitet. Die Bevölkerung soll an einen besseren Umgang mit den vorhandenen Ressourcen, wie dem Wasser, herangeführt und auf die klimatischen Veränderungen vorbereitet werden. Der Zugang zu sauberen Trinkwasser ist         
<br>ein ganz wesentliches Element der Vorbeugung gegen Krankheiten, insbesondere in den Entwicklungsländern.
<br>
<br>Ich möchte mich auch noch kurz Afrika zuwenden. In Kenia und in der Demokratischen Republik des Kongo, wohin zu reisen ich im nächsten Monat beabsichtige, leistet der Orden eine grundlegende medizinische und soziale Aufbauarbeit. Vor allem im Ost-Kongo versuchen wir die physischen und psychischen Wunden zu heilen, die der Krieg über 30.000 unschuldigen Opfern zugefügt hat, zumeist Frauen und Kindern.
<br>
<br>Im Sudan läuft unsere Impfkampagne für Neugeborene weiter. Über 22.000 Müttern und Kleinkindern ist unser Ernährungs- und Hilfsprogramm zugute gekommen. Auch hier, wie in weiteren 35 afrikanischen Ländern, arbeiten wir intensiv an der Vorbeugung gegen Tuberkulose- , Malaria, und Aidsepidemien, die leider nach wie vor an erster Stelle der Todesursachen auf diesen Kontinent bleiben.  
<br>
<br>Wenn ich mich nun dem Land zuwende, das uns am nächsten liegt, nämlich Italien, so liegt mir sehr daran hervorzuheben, wie rasch nach dem Erdbeben, das am 6. April die Region der Abruzzen erschüttert hat, das Militärkorps und der italienische Hilfsdienst des Malteserordens zusammen mit dem italienischen Zivilschutz zur Stelle waren. In L´ Aquila wurden Zeltstädte errichtet. Hier haben über 850 unserer freiwilligen Helfer, unterstützt von weiteren freiwilligen Helfern unserer deutschen, österreichischen und französischen Assoziationen, über 1.000 Evakuierten geholfen. 
<br>Ich war mehrfach dort, zu verschiedenen Gelegenheiten zwischen April und September, und ich war zutiefst beeindruckt von der Geschwindigkeit des Einsatzes und der Effizienz und Professionalität der italienischen Behörden.
<br>Lobend erwähne möchte ich die Großherzigkeit, die Verfügbarkeit und die Effizienz der Mitglieder des Militärkorps, des Hilfskorps des italienischen Heeres, und des Hilfskorps des Ordens. 
<br>
<br>Die hervorragenden bilateralen Beziehungen, die mit Italien bestehen, sind einmal mehr bestätigt worden durch meinen Besuch, den ich dem Präsidenten des Senats, S. Exz. Renato Schifani, im Palazzo Giustiniani  abgestattet habe sowie auch durch die zahlreichen Vereinbarungen und gemeinsamen Initiativen, die wir auf dem Gebiet des Gesundheits- und Krankenhauswesens über die italienische Assoziation des Ordens in Zusammenwirken mit der italienischen Zivilschutzbehörde und der Küstenwache der Marine entwickeln.
<br>
<br>Im Heiligen Land, eine Region, die zutiefst  mit unserer Geschichte verwurzelt ist, konzentriert der Malteserorden seine Bemühungen um einen religiösen und kulturellen Dialog im Geiste universeller Solidarität und Achtung der unterschiedlichen Aspekte. Vor wenigen Monaten haben wir den zwanzigsten Jahrestag des Bestehens unseres Krakenhauses der Hl. Familie zu Bethlehem begangen. Von den nationalen Assoziationen und durch Zuschüsse der belgischen und amerikanischen Regierung finanziert, erbringt das Krankenhaus Leistungen von höchster Qualität zu einem niedrigen Kostensatz. Was dabei besonders hervorzuheben ist,  ist, dass die bei weitem überwiegende Mehrheit der über 47.000 Kinder, die seit der Einweihung des Hauses hier geboren worden sind, Kinder aus muslimischen Familien sind. 
<br>
<br>Ich möchte noch einmal zurückkommen auf meinen kürzlichen Besuch im Libanon, wo ich Gelegenheit zu ausführlichen und interessanten Unterredungen mit dem Präsidenten und hohen Regierungsvertretern sowie mit den Führern der 17 Religionsgemeinschaften hatte.
<br>
<br>Ich hatte auch die Möglichkeit einige unserer medizinischen Zentren zu besuchen, die vom Bekaa-Tal im Norden bis zur israelischen Grenze im Süden Jahr für Jahr Tausende von Familien medizinisch betreuen. Eingeprägt von diesem Besuch hat sich mir das Bild von den vielen muslimischen Ärzten und Krankenpflegern, die in unseren medizinischen Einrichtungen nach ihrer islamischen Tradition gekleidet arbeiten und mit Stolz auf der Brust das achtspitzige Kreuz des Malteserordens tragen.
<br>Noch auffälliger ist die Zusammenarbeit des Ordens im Bereich der Nothilfe und der sozialen Hilfe mit einer humanitären schiitischen Stiftung, mit der wir diejenigen unterstützen, die sich seit Jahren in einer Notlage befinden. Wir glauben, dass dies der beste Beweis dafür ist, dass nachbarschaftliches Miteinander und Solidarität in einem Land mit unterschiedlichen Gruppierungen möglich ist.
<br>
<br>In dieser Erwartung verfolgen wir mit großem Interesse die Arbeiten der außerordentlichen  Synodalversammlung für den Mittleren Osten, die der Papst für den nächsten Oktober einberufen hat und die sich mit den Aussichten der Katholischen Kirche auf dem Gebiet „Gemeinschaft und Zeugnis" der östlichen Christen befassen wird. Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Ländern und Kulturen des Mittelmeerraums wird auch der Hintergrund sein für die Reise, die der Heilige Vater im kommenden April nach Malta unternehmen wird, auf den Spuren des Hl. Paulus und zum guten Teil auch auf den historischen Spuren unseres Ordens. 
<br>
<br>Zur Abrundung dieser Übersicht, darf ich noch erwähnen, dass der Malteserorden vor kurzem die Gelegenheit hatte, mit einem Auftritt vor dem Sicherheitsrat einen starken Appell an die internationale Staatengemeinschaft zu richten. Der Großhospitalier des Ordens, unser beauftragter Minister für das Gesundheitswesen und die internationale Zusammenarbeit, hat den Standpunkt des Ordens zu dem höchst aktuellen Thema „Schutz der Zivilbevölkerung im Konfliktfall" dargelegt. Unsere Sichtweise und die Empfehlungen, die wir daraus ableiten, beruhen auf den Erfahrungen, die unsere Mitarbeiter und Helfer insbesondere in Afrika und in Asien gemacht haben.
<br>Es war eine außergewöhnliche Gelegenheit, die Aufmerksamkeit der Mitglieder des Sicherheitsrates einmal auf die Grausamkeiten zu lenken, denen die Zivilbevölkerung bei diesen Konflikten ausgesetzt ist. In den so genannten „asymmetrischen Kriegen" im Irak, in Afghanistan und im Gaza-Streifen werden die Menschen als „menschliche Schutzschilde" missbraucht, im Ost-Kongo gilt die systematische Vergewaltigung und Verstümmelung als „militärische Strategie" der bewaffneten Milizen und im Mittleren Osten sind es die Minen und Streubomben, die Unschuldige treffen.
<br>Die Gewalt, so haben wir darauf hingewiesen, macht selbst vor Flüchtlingslagern nicht halt.  Sie werden immer wieder Ziel militärischer Übergriffe und auch das humanitäre Hilfspersonal    
<br>gerät, absichtlich oder fahrlässig, ins Visier solcher Angriffe. Das geschah in Darfur und in Afghanistan, wo drei unserer Mitarbeiter ums Leben kamen und anderen der Zugang zu den Lagern in Sri Lanka verwehrt wurde. Wir haben darauf hingewiesen, dass derlei Aktionen  eklatant gegen das humanitäre Völkerrecht verstoßen, einschließlich der Vierten Genfer Konvention, die eigentlich allgemein verbindlich sein sollte.   
<br>
<br>Aus diesem Grunde fordert der Orden, dass derjenige, der diese Normen verletzt, ob als Täter oder Befehlsgeber, strafrechtlich verfolgt wird und dass in den Fällen, in denen die Mitgliedsstaaten die Straftaten nicht in eigener Zuständigkeit verfolgen können, das Strafverfahren in die Zuständigkeit der internationalen Strafgerichtsbarkeit fällt.
<br>
<br>Wir hoffen, dass dieser Appell nicht ungehört verhallt, sondern konkrete Aktualität erhält. Der Orden wird seinerseits auch weiterhin die Kampagne für Entwaffnung unterstützen, sich gegen die Weiterverbreitung von Atomwaffen einsetzen und, sofern von den Regierungen gewünscht, seine guten Dienste als Mittler bei den schwebenden Konflikten zur Verfügung stellen.
<br>
<br><div align=center>*****</div>
<br>Herr Doyen, Exzellenzen, meine Damen, meine Herren, 
<br>ich möchte meine Wünsche für Frieden und Erfüllung aller Hoffnungen im Jahr 2010  ausweiten auf die Staatsoberhäupter, die Regierungen und die Völker, die Sie vertreten und wünsche Ihnen und Ihren Familien ein glückliches Neues Jahr. 
<br>
<br>]]></full_text><photo><url><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/img/notizie/foto516_2.jpg]]></url></photo><photo><url><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/img/notizie/foto516_3.jpg]]></url></photo><photo><url><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/img/notizie/foto516_4.jpg]]></url></photo><link><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/notizia.asp?IDNotizia=516&idlingua=2]]></link><guid isPermaLink='true'><![CDATA[http://www.orderofmalta.org/site/notizia.asp?IDNotizia=516&idlingua=2]]></guid><category domain='http://www.orderofmalta.org'>Nachrichten</category><pubDate>12 Jan 2010</pubDate></item></channel></rss>
